Geyer


Gir, ‘Der Geizige’
Dilling Geir Bürger- und Meisterbuch, Nürnberg 1370
Mittelhochdeutsch: gir = Geier
Nach Grohne 68 gesicherter Hausname: Zum Gyr, 1339 (Straßburg), zum Geyer (Erfurt), am ältesten ist der Hausname in Köln, aber gerade dort geht er auf den älteren persönlichen Übernamen Gir „der Geizige“ zurück.
Auch Nied Frk. 56 belegt den persönlichen Übernamen früher: Fridericus dictus Gir 1267, den Hausnamen Jacobus dictus zem Gir 1300.
Als Personennamen Chunradus dictus Gir 1238 im Nürnberger Urkundenbuch 288.

Der goldenen Geyer
Der goldene Geier, das Geierlein, alte Wirtshausnamen in Nürnberg (Quelle: Alt-Nürnberger Namenbuch, Dr. Charlotte Scheffler-Erhard, Nürnberg , 1959)
Eine weitere These ist, dass im 12. Jahrhundert – bei Entstehung der Familiennamen, der „Nach“namen – Familienmitglieder aus dem Einzugsgebiet der benachbarten Schenk von Geyern, die zu dieser Zeit das Gebiet um Geyern nahe Thalmässing kontrollierten, ins benachbarte Gebiet des Bischofs von Eichstätt „auswanderten“ und folgerichtig auf die Frage „Wo kommt ihr denn her?“ mit Geyern antworteten. Es ist durchaus möglich, dass daraus der Familienname entstanden ist.